Frickingen

zertifizierte Stadt / Gemeinde zertifizierte Stadt / Gemeinde

Große Beachtung und Anerkennung in der ganzen Region und darüber hinaus finden unsere Bemühungen in Sachen Klimaschutz: Nahwärmekonzept, Bürgersolaranlagen, nachhaltiges Bauen mit Holz, e-Mobilität, etc.
Denn der globale Klimawandel verlangt nach lokalem Handeln. Als Leitfaden für die künftige Arbeit im Gemeinderat dient uns dabei das beschlossene Energieleitbild sowie das energiepolitische Arbeitsprogramm. Ziel ist, uns alle mit einer noch effektiveren Öffentlichkeitsarbeit für die Themen Energieverbrauch und Klimaschutz zu sensibilisieren.

(Bürgermeister Jürgen Stukle)

Daten & Fakten

Frickingen im eea

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Logische Konsequenz aus dem Engagement der Gemeinde für regenerative Energien und dem Schutz der Umwelt

Die Säulen der Energiepolitik der Gemeinde Frickingen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Die Gemeinde Frickingen ist sich der Verantwortung für ein energetisch vorbildliches Handeln bewusst und möchte diese Verantwortung auch in die Öffentlichkeit tragen. Für die kommunalen Gebäude und Anlagen bedeutet dies, dass neben einer Energieeffizienzsteigerung und Handlungsanleitungen mit Kontrollen auf erneuerbare Energien geachtet wird.

2. Frickingen wird den gesamten Endenergieverbrauch und seinen CO2-Ausstoß in allen Sektoren nachhaltig senken, die Energieeffizienz steigern sowie den Anteil der regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung erhöhen. Ziel ist, die EU-, Bundes- und Landesziele umzusetzen oder zu überbieten. Bei Neu- bzw. Ersatzanschaffungen werden grundsätzlich CO2 neutrale Energieträger bevorzugt.

3. Die Gemeinde Frickingen wendet den Leitfaden für einen wirksamen Klimaschutz und energieeffizientes Bauen für Kommunen im European Energy Award Prozess (EEA) nach den Planungsvorgaben der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg an.

4. Bei der Entwicklung von Bauflächen wird auf einen schonenden Umgang mit der Natur und der Umwelt geachtet. Die Reaktivierung von Brachflächen sowie die Nachverdichtung im Innenbereich haben Vorrang gegenüber der Inanspruchnahme von unbebauten Grundstücken im Außenbereich. Die Ziele und Maßnahmen werden über den Flächennutzungsplan und die daraus abgeleiteten Bebauungspläne bestimmt.

5. Frickingen hat im Jahr 2012 die Konzession zur Stromversorgung an das Stadtwerk am See vergeben. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem regionalen Energieversorger vor Ort hat bestätigt, dass die neue Beteiligungsstruktur mit dem Stadtwerk am See und die damit verbundene indirekte Rekommunalisierung der Grundversorgungsthemen ein wichtiger zukunftsweisender Schritt war und ist.

6. Auch die Bürgerinnen und Bürger sind in die Solar-Projekte miteinbezogen. Bereits seit dem Jahr 2001 haben 250 Solarbegeisterte mit 10 Gemeinschaftssolar-Projekten 282 kWp Leistung realisiert. Zusammen mit den weiteren privaten und kommunalen Anlagen spielt Frickingen in der Solar-Bundesliga auf den vorderen Plätzen. Bei einer Teilnahme von 2.414 Kommunen bundesweit, ist Frickingen in der Kreiswertung unangefochten seit Jahren auf Platz 1, in der Landeswertung auf Platz 39 und bundesweit auf Platz 220. Dieses Ranking gilt es zu halten und auszubauen.

7. Nachhaltige Energiepolitik bedarf einer informativen und für den Bürger interessanten Öffentlichkeitsarbeit. Die Gemeinde verpflichtet sich, die Bürgerinnen und Bürger aktuell zum Thema erneuerbare Energien zu informieren, gezielt Beratung vorzunehmen, bzw. zu vermitteln und gegebenenfalls auch nachhaltige Aktionen zu unterstützen.

8. Im ländlichen Bereich spielt das Thema Verkehr und Mobilität eine bedeutende Rolle. Ziel ist es, den Individualverkehr einzuschränken. Vorrang haben dabei Lösungen mit E-Mobilität. Bürgerautos, Carsharing-Modelle, Verleih von E-Bikes sind Lösungswege genauso wie eine bessere Taktung des ÖPNV. Um umweltfreundliches Fahren zu erleichtern und zu fördern, wird bei Bedarf die bereits vorhandene Elektroladeinfrastruktur erweitert. Zudem wird der Ausbau von Radwegen, deren gute Ausschilderung und insbesondere eine ausreichende Anzahl an Fahrradabstellplätzen im öffentlichen Raum einen Schwerpunkt bilden.

9. Frickingen gewährleistet eine höchstmögliche Lebensqualität in der Nahversorgung für Bürger, Unternehmer und Gäste. Dabei werden regionale Produkte mit kurzen Versorgungswegen gefördert und zugleich regionale Wirtschaftskreisläufe geschaffen.

10. Seit 1998 bzw. 2012 werden 87 Privathäuser und 13 kommunale und gewerbliche Gebäude mit Wärme aus den gemeindeeigenen Hackschnitzel-Heizungen versorgt. Frickingen ist eine der waldreichsten Gemeinden im Bodenseekreis und verfügt daher über ausreichend regeneratives und hochwertiges Heizmaterial. Grundsätzlich sollen Nahwärmenetze auch in Zukunft weiter aus-, bzw. neu aufgebaut werden.

11. Die Ziele der Energieeinsparung und CO2-Reduzierung sowie des Energie- und Klimaschutzkonzeptes werden im Rahmen des European Energy Award Prozess regelmäßig kontrolliert und angepasst.

  •  Leitbild Gemeinde Frickingen aus den 80er-Jahren: Verstärkte Nutzung regenerativer Energien und das Bauen mit Holz als verbindliche Norm
  •  Aufbau einer Nahwärmeversorgung in Frickingen (Holzhackschnitzelanlage) – 1996/97
  • Realisierung vieler privater Sonnenwärme- und Sonnenstromanlagen

Sonnenwärme- und Sonnenstromanlagen (private und Gemeinschaftsanlagen) – in der Solarbundesliga im Bodenseekreis unangefochten auf Platz 1

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/solarbundesliga.php

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/solargemeinschaften.php

Wattwanderungen

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/watt-wanderungen.php

Erster Sieger am landesweiten Wettbewerb Pro Holz Klima BW

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/holzproklima/

Realisierung von Nahwärmenetzen in Frickingen und Altheim

http://www.frickingen.de/de/frickingen/sonnendorf/fernwaerme.php

Energetische Sanierung des Benvenut-Stengele-Hauses in Altheim (Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten)

  • Umsetzung der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen
  • Weiterer Ausbau der Nahwärmenetze in Frickingen und Altheim
  • Neubau eines Radwegs zwischen Altheim und Lippertsreute (Lückenschluss in Richtung Überlingen)
  • Energetische Standards in Dienstanweisungen verankern
  • Einführung/Aufbau eines kommunalen Energiemanagement
  • Austausch der 140 HQL-Straßenlampen
  • Umstellung der Hallenbeleuchtung in der Graf-Burchard-Halle auf LED
  • Energetische Sanierung (Alternativ: Neubau) der Grundschule
  • Weiterer Bezug von Ökostrom
  • Mittelfristiger Sanierungs-/Investitionsplan für die Kläranlage
  • Einführung eines Bürgerbusses
  • Carsharing (mit Elektroauto)
  • Mobilitätsaktionen
  • Verbesserung der Taktung beim ÖPNV
  • Mitarbeiterschulungen (auch Schulungen für Vereine und Organisationen anbieten)
  • Dienstanweisungen
  • ¼-jährliche Tagungen des Energieteams zu Energiethemen mit Berichterstattung im Gemeinderat
  • Weitere Einbindung/Motivation von Mitbürgern in den eea
  • Bürgerinformationsforum in Kooperation mit dem örtlichen Stromversorger (SWSee)
    und der Energieagentur
  • Thermographie-Aktionen (vor allem in den Gebieten mit zukünftiger Erdgasversorgung)
  • Energie-Vor-Ort-Beratungsaktionen
  • Heizungspumpenaktionen
  • Neubürgerinformationsmappe mit Energie- und Mobilitätsinfos
  • Initiierung weiterer Energieprojekte
  • Auszeichnung gelungener Beispiele im Rahmen des Bürgerneujahrsempfangs
  • Teilnahme der Schule am Klimaradeln

Aktuell

    Frickingen_Spinne_2017

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