Görlitz

zertifizierte Stadt / Gemeinde zertifizierte Stadt / Gemeinde


"Die Stadt Görlitz ist schon seit längerer Zeit in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz aktiv. Der Beitritt zum europäischen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystem European Energy Award im Jahr 2003 ermöglichte uns erstmals eine Bewertung der bisherigen Klimaschutz- und Energiepolitik, die Identifizierung vorhandener Stärken und Schwächen der kommunalen Energiearbeit und den Vergleich mit anderen Kommunen. Die bereits zum dritten Mal erfolgreich absolvierte externe Auditierung bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg zu einer engagierten Klimaschutzkommune sind."

Oberbürgermeister Herr Siegfried Deinege

Daten & Fakten

Görlitz im eea

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Seit Anfang der 1990er Jahre betreibt die Stadt Görlitz eine kontinuierliche Energie- und Klimaschutzpolitik. Nach Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten Energiekonzepts und anderer energiepolitischer Aktivitäten wurde im Jahr 2002 ein kommunales Klimaschutzkonzept fertig gestellt, welches konkrete CO2-Minderungsziele und Maßnahmen zur Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz in den Sektoren Stadtentwicklung, Energie und Verkehr aufzeigt. Die Einführung des European Energy Award® in Sachsen im Jahr 2003 bot der Stadt Görlitz als Modellkommune die Möglichkeit, eine externe Bewertung ihrer bereits durchgeführten und geplanten Aktivitäten vornehmen zu lassen, Stärken und Schwächen ihrer Energie- und Klimaschutzarbeit zu identifizieren und Schwerpunkte für künftige Maßnahmen festzulegen. Aufgrund der standardisierten Punktbewertung ist der Vergleich der kommunalen Energiepolitik mit anderen Städten und Gemeinden möglich. Die in den jährlichen energiepolitischen Arbeitsprogrammen enthaltenen Maßnahmen dienen gleichzeitig der Umsetzung des kommunalen Klimaschutzkonzepts und der vom Stadtrat beschlossenen Treibhausgas-Minderungsziele. Mit ihrer Beteiligung am European Energy Award® erfüllt die Stadt Görlitz ihre Vorbildfunktion hinsichtlich Energieeffizienz und Klimaschutz und kann die erreichten Ergebnisse öffentlichkeitswirksam nutzen.

Mit dem Klimaschutzkonzept hat sich Görlitz klare Ziele zur CO2-Minderung gesetzt. Bis 2010 wird eine CO2-Minderung von 20 Prozent und bis 2050 eine Verringerung von 50 Prozent gegenüber dem Bezugsjahr 1998 angestrebt. Die CO2-Bilanz wird entsprechend Beschluss des Stadtrates aller fünf Jahre fortgeschrieben. Die erreichten Ergebnisse der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik sollen künftig verstärkt öffentlichkeitswirksam genutzt werden.

Das überarbeitete und in 2011 zu beschließende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) enthält ein Fachkonzept Umwelt mit energie- und klimaschutzrelevanten Aspekten. Diese werden auch bei den noch zu erarbeitenden Stadtteilkonzepten berücksichtigt.

Die im Juni 2011 beschlossene Neufassung des Gesamtverkehrskonzepts gilt als Leitlinie für künftige verkehrsplanerische Entscheidungen der Stadt Görlitz und als Vorgabe der Handlungsprioritäten im Bereich Verkehrsplanung bis zum Jahr 2020.

  • 1992 Erstmals Emissionsberechnungen
  • 1994 Beschluss eines Energiekonzeptes
  • 1997 Gesamtverkehrskonzept, 1998 durch ein Nahverkehrskonzept ergänzt
  • 2002 Fortschreibung des Energiekonzeptes als Klimaschutzkonzept
  • Seit 2003 Teilnahme am European Energy Award (eea)
  • 2004 Zertifizierung mit dem eea
  • 2007 Re-Zertifizierung mit dem eea
  • 2010 Re-Zertifizierung mit dem eea
  • 2010 Beschluss des Stadtrates zur Weiterführung des eea im Zeitraum 2011 bis 2013
  • 2011 Beschluss des Gesamtverkehrskonzeptes
  • 2012 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK)
  • 2012/2013 Erarbeitung eines energetischen Gesamtkonzeptes für die Görlitzer Kernstadt
  • 2013 Beginn der Erarbeitung von Stadtteilkonzepten
  • 2013 Re-Zertifizierung mit dem eea
  • 2014-2016 Weiterführung des eea-Prozesses mit dem Ziel einer erneuten Re-Zertifizierung 2016
  • 2016 Re-Zertifizierung mit dem eea

  • Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz für das Jahr 2010 in 2011
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  • Grundsätzliche Berücksichtigung energetischer Kriterien bei Wettbewerben und Ausschreibungen
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  • Verbesserung der Informations- und Kontrollstrukturen grünordnerischer und Ausgleichsmaßnahmen gemäß B-Plan durch bessere Bauherrenberatung und Verträge zu Ausgleichsmaßnahmen
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  • Aufbau eines Ökokontos und Kataster für Ausgleichsmaßnahmen zur Verbesserung Praxis der Eingriffs-/ Ausgleichsregelung
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  • Weiterführung der kontinuierlichen Umsetzung der EnEV durch regelmäßige Kontrolle der Unternehmererklärungen
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  • Neustrukturierung des Internet-Auftritts zu Energie und Klimaschutz auf der Homepage der Stadt Görlitz
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  • Fortführung der Erfassung und Auswertung der Energie- und Medienverbräuche aller kommunalen Objekte, Ermittlung von Energiekennzahlen als Grundlage für Entscheidungen zur energetischen Sanierung, Benchmarkvergleich mit publizierten Vergleichskennzahlen und Ableitung von Einsparpotenzialen
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  • Aufschalten weiterer Gebäude auf Gebäudeleittechnik im Rahmen von Baumaßnahmen bei Sanierung bzw. Neubau
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  • Weitere Qualifizierung der Auswertung der Verbräuche durch die Nutzung von Software aus dem Facility-Management-Programm
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  • Zur Auswertungsqualifizierung werden auch Weiterbildungsveranstaltungen, z.B. welche der SAENA, genutzt
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  • Prüfung Ersatz bestehender Wärmeerzeugeranlagen durch effektivere und ökologischere Anlagen im Rahmen von Sanierungen
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  • Energieeffizienz Wärme, Elektrizität, Effizienz Wasser: Erfassung von Energiekennziffern kommunaler Eigenbetriebe und städtischer Gesellschaften und Berücksichtigung bei der Beurteilung der Energie- und Wassereffizienz
  • Aufbau eines neuen Parkleitsystems „Parkring Görlitz“ einschließlich Ausweisung von Park+Ride-Plätzen an Umsteigestellen zum ÖPNV
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  • Prüfung zur Umwandlung weiterer Verkehrsbereiche in Tempo-30-Zonen im Stadtgebiet
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  • Kontinuierliche Umsetzung der erstellten Radwegekonzeption (weiterer Ausbau, Neubeschilderungen, Abstellanlagen)
  • Jährlich ermittelte Energiekennziffern finden Eingang in den Energiebericht
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  • Prüfung neuer Contracting-Modelle
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  • Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch mit Institutionen des Landkreises, die sich mit Energie- und Klimaschutzthemen beschäftigen, sowie mit der Hochschule Zittau/Görlitz verstärken

Aktuell

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