22/05/2017 | eea-News

Beeskow holt den European Energy Award nach Brandenburg

Seit kurzem darf sich die Stadt Beeskow als erste Stadt in Brandenburg "Europäische Energie- und Klimaschutzkommune" nennen, da sie mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden ist.

Von links nach rechts: Ilga Schwidder (Bundesgeschäftsstelle eea), Bernd Tschirner (WFBB), Sven Wiebicke (Stadt Beeskow), Frank Steffen (Bürgermeister der Stadt Beeskow), Dr. Gabriele Zink-Ehlert (eea-Beraterin), Dr. Klaus Freytag (MWE)

Am 10. Mai wurde der Stadt Beeskow im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg in Potsdam der European Energy Award (eea) überreicht. Die Auszeichnung prämiert die vorbildliche Energie- und Klimaschutzpolitik der Stadt Beeskow, die im Rahmen des eea-Qualitätsmanagementprozesses durch ein externes Audit geprüft werden konnte. Die Auszeichnung fand im Rahmen des „10. Arbeitskreis Energiemanagement in kleineren Kommunen“ statt, zu dem Kommunalvertreter und Klimaschutzakteure aus ganz Brandenburg erschienen sind. Dr. Klaus Freytag, Abteilungsleiter Energie und Rohstoffe im Wirtschafts- und Energieministerium, hielt die Laudatio auf die Stadt Beeskow und überreichte Bürgermeister Frank Steffen die Trophäe. Besondere Betonung lag auf der Pionierarbeit Beeskows, da die Stadt als erste Kommune in Brandenburg den eea-Prozess eingeführt hat.

Klimaschutz hat in Beeskow Tradition. Seit etwa 15 Jahren befasst sich die Verwaltung gezielt mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Stadt hat eigens dafür ein Energiemanagementsystem für die öffentlichen Liegenschaften aufgebaut, das seitdem für eine fortlaufende Bilanzierung und Optimierung der Energieflüsse sorgt. In 2011/12 gab die Stadt ein integriertes kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept in Auftrag, in dessen Rahmen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Leitbild entwickelt wurde, mit dem sich Beeskow zu einer umweltbewussten und ressourcenschonendem Energiepolitik bekannt hat. Das Beeskow diesen Anspruch ernst nimmt, hat Bürgermeister Frank Steffen und die Beeskower Stadtverordnetenversammlung mit der Teilnahme am European Energy Award-Zertifizierungsprozess untermauert. Zur Steuerung des eea-Prozesses wurde in der Beeskower Verwaltung ein bereichsübergreifendes Energieteam gebildet, das im Rahmen einer ausführlichen Bestandsaufnahme alle bereits getätigten Aktivitäten und Initiativen zusammengefasst hat. Gemeinsam mit der akkreditierten eea-Beraterin, Frau Dr. Gabi Zink-Ehlert, wurde ein Stärken-Schwächen-Profil erstellt, auf dessen Basis weitere Potenziale zur Energieeinsparung und Umweltentlastung identifiziert wurden. Entsprechende Maßnahmen, die diese Potenziale ausschöpfen, wurden in einem Energiepolitischen Arbeitsprogramm erfasst und werden seitdem systematisch umgesetzt.

Nachahmung ist ausdrücklich gewünscht. Damit auch weitere Kommunen in Brandenburg den European Energy Award-Prozess einführen können, wird durch das brandenburgische Wirtschaftsministerium eine Förderung im Rahmen des RENplus-Programms bereitgestellt. Interessierte Kommunen können sich Informationen auf der Website http://www.european-energy-award.de/teilnahme/ holen, oder mit der eea-Landesgeschäftsstelle in Kontakt treten:

eea-Landesgeschäftsstelle

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH
Bereich WFBB Energie
Team Energiesparagentur, Energieberatung
Frau Andrea Skowronek
Babelsberger Straße 21
14473 Potsdam
Tel.: 0331 – 730 61-412
E-Mail: energie@wfbb.de
Web: https://energie.wfbb.de/de/node/12467