Loxstedt

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„Weil auch wir den fortschreitenden Klimawandel mit zu verantworten haben, wollen wir jetzt voran gehen und für den Klimaschutz Verantwortung übernehmen“

Bürgermeister Herr Detlef Wellbrock

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Loxstedt im eea

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Im Zuge der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKS) für das Regionalforum Bremerhaven (bestehend aus der Stadt Bremerhaven, den Landkreisen Cuxhaven und Wesermarsch sowie den Kommunen dieser beiden Landkreise) hat sich die Gemeinde Loxstedt u.a. auch zur Erreichung der im IKS festgeschriebenen Ziele entschieden, am European Energy Award teilzunehmen. Mit der Teilnahme sollte und soll in erster Linie erreicht werden, dass zusammen mit den relevanten Akteuren der Gemeinde (Bürgerinnen und Bürger, Politik, Verwaltung) gezielt Maßnahmen im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes auf den Weg gebracht und durchgeführt werden.

Nachfolgendes Leitbild hat der Rat der Gemeinde Loxstedt in seiner Sitzung am 25.03.2014 beschlossen:

Leitlinien zur strategischen Ausrichtung

  • Die Region deckt bereits heute einen großen Teil des Stromverbrauchs aus eigenen Quellen. Sie ist bestrebt, die noch vorhandenen Potenziale auszuschöpfen, um langfristig mindestens eine vollständige Versorgung aus eigenen erneuerbaren Ressourcen zu erreichen.
  • Die Region wird bei dem Umbau des Energiesystems verstärkt darauf setzen, die regionale Wirtschaftskraft zu stützen. Dabei wird die Region auf vorhandene interkommunale Kooperationen aufbauen und ein breites Klimabündnis anstreben. Die Kommunen agieren in ihrem jeweiligen Handlungsfeld beispielhaft.
  • Die Region strebt eine Reduzierung der Treibhausgase um 50 % bis zum Jahre 2030 gegenüber dem Basisjahr 2011 an und stellt vor allem die Verbesserung der Energieeffizienz, die Vermeidung von Energieverbräuchen und somit die Entstehung von Treibhausgasen in den Vordergrund ihrer Bemühungen.
  • Die Region wird die Herausforderungen der Klimaanpassung frühzeitig in alle Planungen integrieren, um insgesamt widerstandsfähiger zu werden. Die Region ist bemüht, die Ziele der Klimaschutzpolitik mit den Zielsetzungen einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung sowie mit den Herausforderungen des demographischen Wandels in Einklang zu bringen. Sie wird dabei die vorhandenen informellen und formellen Beteiligungs- und Kommunikationsverfahren stärken.

Leitlinien zum Ausbau erneuerbarer Energien

  • Die Region setzt sich als Ziel, https://www.european-energy-award.de/bis 2030 eine vollständige Deckung der Stromnachfrage aus einem Mix erneuerbarer Energien zu erreichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll dabei auch verstärkt zur regionalen Wärmeversorgung beitragen.
  • Die Region wird bei dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien die ökologischen Belange berücksichtigen und damit ihre besondere Verantwortung für die Sicherung von Natur und Landschaft zum Ausdruck bringen. Die ökologische Qualität der Region als wesentliche Grundlage für Tourismus und Erholung ist zu sichern.
  • Die Region wird ihre herausgehobene Rolle im Bereich der Offshore- und Onshore-Windenergie ausbauen und damit einen wichtigen Beitrag zur deutschen Energiewende leisten.

Leitlinien zur Energieeffizienz

  • Die Region setzt zukünftig besonders auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und favorisiert dabei Gemeindegrenzen überschreitende Lösungen.
  • Die Region stärkt vor allem im Mobilitätsbereich kooperative Lösungen zwischen Stadt und Land und ist bemüht, gerade auch unter den besonderen Bedingungen ländlicher Räume innovative Maßnahmen umzusetzen, mit denen sowohl eine Reduktion des Verkehrsaufkommens als auch ein Umstieg auf umweltverträgliche Verkehrsträger erreicht werden kann.
  • Die Region unterstützt den Verkehrssektor in seinem Bestreben, durch die Nutzung alternativer klimafreundlicher Treibstoffe zu einer Reduktion von Treibhausgasen beizutragen.
  • Die Region als bedeutender Tourismusstandort wird ihre Besucher in die Klimaschutzbemühungen einbinden. Sie wird bei der Entwicklung neuer Tourismusangebote auf klimabewusste Lösungen setzen.
  • Die Region wird in einen offenen Dialog mit Industrie- und Gewerbeunternehmen eintreten und versuchen, sie in die regionalen Klimaschutzstrategien einzubinden.

Leitlinien zur Treibhausgas- Reduktion

  • Die Landwirtschaft ist für die regionale Entwicklung nach wie vor ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Maßnahmen in diesem Sektor zur Reduktion von Treibhausgasen sind zu unterstützen.
  • Die Region wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, vorhandene Gebiete langfristig zu sichern und die Schaffung neuer Flächen zu fördern, die als C02 Senken fungieren. Auf bestehende Nutzungen ist Rücksicht zu nehmen.

Leitlinien zur Umsetzung

  • Die Region sieht in der Sensibilisierung der Bürger und in der Förderung von Akzeptanz entscheidende Grundlagen für eine erfolgreiche Klimaschutzstrategie. Sie wird diese Prozesse durch eine verbesserte Informations- und Beteiligungspolitik stärken und Klimaschutz und Klimaanpassung zu wichtigen Bausteinen der Umweltbildung machen.
  • Die Region wird verstärkt die EU-Förderprogramme für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen nutzen. Die Region wird zudem neue Finanzierungsoptionen erproben und das privatwirtschaftliche Engagement stärken.
  • Die Region ist sich darin einig, dass die Kommunen und Städte in der Zukunft im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten bei der Umsetzung gemeinsamer oder lokaler Klimaschutzkonzepte eine Vorreiterrolle übernehmen müssen. Die Gebietskörperschaften werden dabei Aktivitäten und langfristigen Planungen und Investitionen verstärkt auch auf ihre Klimarelevanz hin prüfen.
  • Die Region ist bestrebt, über eine bessere Vernetzung der regionalen Akteure die Chancen für die Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele zu verbessern und wird die Ergebnisse zur Anpassung und Weiterentwicklung des Integrierten Klimaschutzprogramms nutzen.
  • „Taten statt Warten“, ein Projekt zur Durchführung von Energiechecks in Einfamilienhäusern, gefördert durch Bremer Energiekonsens (BEKS)
  • „Integriertes Energetisches Quartierskonzept“ für einen Teilbereich der Ortschaft Stotel auf der Grundlage des KfW-Förderprogramms 432

  • Erstellen eines eigenen Klimaschutz- bzw. Klimaschutzteilkonzeptes
  • Das für einen Teilbereich der Ortschaft Stotel erstellte Energetische Quartierskonzept soll ab 2016 mit einem Sanierungsmanagement in die Umsetzung gehen
  • Zwei neue Baugebiete in den Ortschaften Loxstedt und Nesse werden mit einer LED-Straßenbeleuchtung ausgestattet
  • Fortsetzung der gemeindlichen Aktion „Loxstedt dreht am Klima-Rad“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit.
  • „WirWollenMehr“, ein vom BMUB gefördertes Projekt (Projektträger sind zirius und ifeu), bei dem 12 bis 20 jährige Jugendliche eigene Klimaschutzaktivitäten entwickeln, die dann in der Gemeinde umgesetzt sollen. Ziel ist dabei, im Laufe der 3-jährigen Projektlaufzeit die CO2 -Emissionen um 1.200 Tonnen zu reduzieren.
  • „Wir Loxstedter KlimaKinder“, ein Projekt mit den Grundschulen nach dem Aktivitätsprämienmodell.

Aktuell

    Externes Re-Audit 2019
    Externes Audit 2015

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