Ludwigsburg

Gold-zertifizierte Stadt / Gemeinde Gold-zertifizierte Stadt / Gemeinde

"Bei der Erstzertifizierung im Jahr 2010 hat Ludwigsburg bereits ein gutes Ergebnis erzielt. Mit der Re-Zertifizierung in 2014 konnte Ludwigsburg mit 77,3 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl ein außerordentlich gutes Ergebnis verzeichnen und damit die Auszeichnung in Gold erreichen. Das zeigt, dass der von Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung gemeinsam eingeschlagene Weg in Sachen Energie- und Klimaschutz richtig ist. Wir konnten in Ludwigsburg besonders mit der konsequenten Umsetzung unseres Stadtentwicklungskonzepts ‚Chancen für Ludwigsburg‘ punkten.“

Oberbürgermeister Werner Spec

Daten & Fakten

Ludwigsburg im eea

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Der European Energy Award (eea) ist ein wichtiges Instrument, dass die Umsetzung und Erreichung der Ziele aus dem integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept der Stadt unterstützt.

Mit Hilfe des eea werden die Energie- und Klimaaktivitäten aus den verschiedenen Masterplänen der Stadt Ludwigsburg in allen energierelevanten Bereichen erfasst, bewertet, regelmäßig überprüft und Optimierungspotenziale zur Steigerung der Energieeffizienz aufgezeigt.

Mit Durchführung des eea erhält Ludwigsburg eine Stärken- und Schwächenanalyse über sechs Bereiche und kann daran das künftige Maßnahmenprogramm ausrichten.

Eine erfolgreiche (Re-)Zertifizierung mit dem European Energy Award ist zunehmend relevant für die Förderung energierelevanter Maßnahmen aus Landes-, Bundes- und EU-Programmen.

Der European Energy Award fördert den Austausch zwischen den Kommunen und bietet eine Vergleichbarkeit auf europäischer Ebene.

„Der Umgang mit Energie ist nachhaltig. Dies wird erreicht durch die Einsparung von Energie und deren effizientere Nutzung, den verstärkten Einsatz regenerativer Energien und den Aufbau von Wissen in diesem Bereich. Dies hat positive Auswirkungen auf die allgemeine Klimaentwicklung und die Luftqualität unmittelbar vor Ort. Die Versorgungssicherheit wird erhöht, die Wirtschaft in Stadt und Region weiterentwickelt und gefördert sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen.“

Die strategischen Ziele auf diesem Weg lauten:

1. Leuchtturmprojekte  sind  umgesetzt  in  den  Bereichen  regenerative  Energieformen,  besonders  effiziente Anlagen sowie beispielhafte Energiesparmaßnahmen in Neubau und Gebäudebestand.

2. Die energetische Optimierung ist ein wichtiger Grundsatz der Bauleitplanung und auch bei städtischen Bauvorhaben Routine.

3. Das Gesamtenergiekonzept der Stadt ist umgesetzt, wird regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft und weiterentwickelt.

4. Die unabhängige und dezentrale Energieversorgung durch eigene Stadtwerke stärkt den kommunalen Gestaltungsspielraum. Bei der Energieversorgung und -verteilung haben Energieeffizienz, der Einsatz erneuerbarer Energien und innovative Techniken hohe Priorität.

5. Intensive Öffentlichkeitsarbeit und Beratungsangebote für Bürgerschaft und Wirtschaft sind selbstverständlicher Bestandteil des nachhaltigen Umgangs mit Energie.

6. Das Angebot regenerativer Energieträger, Energiedienstleistungen und innovativer Energietechnologien aus der Region ist umfassend und ein wichtiger Standortfaktor für Ludwigsburg.

7. Durch integrierte Stadt- und Verkehrsplanung, Verhaltensänderungen und alternative Antriebstechnologien sind deutliche Energieeinsparungen im Verkehr erzielt. Damit ist auch die Lärm- und Schadstoffbelastung vor Ort deutlich reduziert.

Das Stadtentwicklungskonzept und der Masterplan Energie

Mit dem Stadtentwicklungskonzept "Chancen für Ludwigsburg" (SEK) hat sich die Stadt unter breiter Beteiligung von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung ein Zukunfts- (arbeits-) Programm gegeben.
Damit keine Ideen verloren gehen, werden alle Erkenntnisse und Ziele aus der gemeinsamen Arbeit in Masterplänen festgehalten. Für jedes der 11 Themenfelder gibt es einen Masterplan – so auch für das Themenfeld Energie. Grundlage jeden Masterplans sind die Leitsätze und strategischen Ziele der Themenfelder. Den strategischen Zielen werden operative Ziele und diesen wiederum Maßnahmen und Projekt zugeordnet. Diese werden ergänzt um Faktoren der Umsetzung, wie Zeitziele, Zuständigkeiten und Beteiligte; kurz: Wer macht was bis wann?

Gesamtenergiekonzept

Ein strategisches Ziel innerhalb des Themenfeldes Energie ist die Erstellung, Fortentwicklung und Umsetzung eines Gesamtenergiekonzepts. Vor dem Hintergrund des Klimawandels - sowie der Notwendigkeit einer bezahlbaren Energieversorgung und einer nachhaltigen Energienutzung – gab die Stadt Ludwigsburg daher im Juli 2009 ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept in Auftrag.
Mit einer breiten Einbeziehung von Bürgerschaft und Experten wurde eine CO2-Bilanz für Ludwigsburg erstellt, Handlungsempfehlungen und Maßnahmen erarbeitet. Darauf basierend wurden Szenarien zur CO2-Emission in Ludwigsburg bis 2050 entwickelt. Erster Schritt, der mit einer Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erreicht werden kann, ist eine Reduktion auf eine Emission von 5 Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2020. Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden und max. 2 Tonnen pro Kopf und Jahr zu emittieren.

Einstellung Klimaschutzmanager (im Energieteam des Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement)

Für den Bereich der Städtischen Liegenschaften ist 2011 als eines der ersten Ergebnisse des Gesamtenergiekonzepts eine zusätzliche Stelle für den  Klimaschutzmanager geschaffen worden. Der Klimaschutzmanager ist Teil der Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement, welches für die Verwaltung und Bewirtschaftung von 350 Gebäuden zuständig ist. Die wichtigsten Gebäude der Stadt (wie zum Beispiel Bürogebäude, Schulen Kindergärten und [Sport-] Hallen) sind bereits an ein web-basiertes Kontrollsystem angeschlossen. Auch durch EU-Projekte wie z.B. CEC5 sind die Thema Energieeffizienz und die Verwendung nachhaltiger Ressourcen in öffentlichen Gebäuden weiter in den Focus gerückt. Durch dieses Projekt konnte auch eine Schulmensa als europäisches „near-to-zero-energy“ Gebäude ausgezeichnet werden.
Zu den Aufgaben des Klimaschutzmanagers zählen zudem die Unterstützung beim Gesamtenergiekonzept sowie die Umsetzung des Teilkonzepts Liegenschaften.
Weitere Information zum Teilkonzept Liegenschaften finden sich unter „Umgesetzte Maßnahmen bzw. Projekte“.

Wissenszentrum Energie

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die zunehmende Bedeutung Europas. Nicht immer ist der europäische Einfluss so ersichtlich wie bei der Einführung des Euro. Das Thema Stadtentwicklung würde vermutlich niemand sofort mit Europa in Verbindung bringen, dabei findet auf europäischer Ebene ein reger Austausch zu verschiedenen Problemstellung der nachhaltigen Stadtentwicklung statt. Die Stadt Ludwigsburg ist durch die Teilnahme an europäischen Projekten, an Förderprogrammen der Europäischen Union sowie im Rahmen von Städtepartnerschaften in vielfältiger Weise aktiv.
Im Rahmen des EU-Projekts Livinggreen wurde u.a. das Wissenszentrum Energie gefördert. Mit dem Wissenszentrum Energie wird nicht nur Europa für die Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger erlebbar, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum Erreichen der Energie- und Klimaschutzziele geleistet.
Das Wissenszentrum Energie ist in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek verortet und bietet mit seinen verschiedenen Stationen allen Besucherinnen und Besuchern Informationen und praktische Tipps rund um die Themen Energie, Klimaschutz, nachhaltiges Bauen und Sanieren. Die verschiedenen Stationen bieten die Möglichkeit, in einzelne Themen hinein zu schnuppern – wer mehr wissen will, bekommt an Ort und Stelle auch gleich weitergehende Informationen.

Ludwigsburger Energieagentur LEA e.V.

Die Ludwigsburger Energieagentur LEA ist kreisweit tätig und berät Privatpersonen, Kommunen, Institutionen und Gewerbe umfassend und neutral zu allen Fragen rund um das Thema Energie. Gleichzeitig bietet die Ludwigsburger Energieagentur LEA e.V. Kurzberatungen für alle Interessierten im Wissenszentrum Energie an – individuell, neutral und unabhängig. Dabei erhalten sie wertvolle Tipps und Ideen, wie ihr Eigenheim energetisch fit wird. Die Erstberatung ist kostenfrei.
Mitglied des gemeinnützigen Vereins sind neben dem Landkreis Ludwigsburg und zahlreicher Kommunen auch die Kreishandwerkerschaft LB, Energieversorger, Wirtschaftsunternehmen und verschiedene Institutionen wie Haus- und Grund oder die Solarinitiative.

Energetikom

Nachhaltigkeit entsteht aus der Summe einzelner Bausteine. Das Energetikom stellt hierzu die Plattform für bereichsübergreifendes Wissen und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bereit.
„Energetikom – Energiekompetenz und Ökodesign e. V.“ ist ein ideell getragener Verein, der Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Kommunen und Privatpersonen in ihren Vorhaben zu den Themen Energieeinsparung und -effizienz, Klimaschutz und Ökodesign neutral und kompetent begleitet und unterstützt.
Das Ludwigsburger Kompetenzzentrum "Energetikom" mit seinen Mitgliedern aus der Wirtschaft, dem Hochschulbereich und weiteren Institutionen versteht sich als Entwicklungs- und Umsetzungsorgan sowie als Bindeglied zwischen Forschung und Markt. Das Energetikom entwickelt energie- und ressourcenschonende Lösungen und Konzepte für Projekte, bei denen Klimaschutz und Energieeffizienz im Mittelpunkt stehen.

Elektromobilität - Ausbau des städtischen Fuhrpark

Die Stadt ist eine von drei Modellkommunen für Elektromobilität des Landes Baden-Württemberg und Teil der Modellregion Elektromobilität Stuttgart. Der Stadtverwaltung Ludwigsburg ist es ein wichtiges Anliegen, die Menschen mit auf den Weg in die elektro-mobile Zukunft zu nehmen, um Lärm und Abgase zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu sichern.
Ludwigsburg macht für diese Zukunft e-mobil und hat die Kampagne „Ludwigsburg elektrisiert!“ gestartet. Hierbei sind alle Aktivitäten im Bereich Elektromobilität in Ludwigsburg gebündelt. Neun vollelektrische PKWs, zwei Plug-in PKWs und ein serieller Hybrid PKW, elf Pedelecs der Marke „Ludwigsburg Bike", ein Lastenpedelec, ein Segway und zwei Elektroroller bilden bereits einen festen Bestandteil des städtischen Fuhrpark und werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits regelmäßig für Dienstfahrten genutzt. Die Stadtverwaltung geht so mit gutem Beispiel voran und kann die Erfahrungen an Unternehmen und BürgerInnen weitergeben.

Holzheizkraftwerk / Fernwärmenetz

Das Holzheizkraftwerk (HHKW) der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim ist mit das größte in Baden-Württemberg und spart jährlich 20.000 t CO2. Mit einer elektrischen Gesamtleistung von ca. 2.100 Kilowatt (kW) ist das HHKW im November 2009  in Probebetrieb gegangen. Jährlich erzeugt es rund 10 Mio. kWh Strom und etwa 48 Mio. kWh Wärme aus Biomasse und deckt damit circa 70 Prozent des benötigten Wärmebedarfs der Fernwärmeversorgung. 
Allein in den ersten elf Betriebsmonaten (2009-2010) hat das Werk die 10 Mio kWh eingespeist und damit vorzeitig sein Soll erfüllt. In der Anlage sollen rund 42.000 Tonnen Holzmaterial thermisch verwertet werden. Diese moderne Anlage ermöglicht eine 90-prozentige Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids, gleichbedeutend mit 18.000 Tonnen jährlich. Das HHKW besteht im Wesentlichen aus einer Holzfeuerungsanlage mit einer Gesamtfeuerungswärmeleistung von 14,6 MW und dem ORC-Modul, mit dem aus Biomasse Strom erzeugt und Wärme an das Fernwärmenetz der Stadtwerke abgegeben wird.
Die im HHKW produzierte Wärme wird in das Fernwärmenetz der Stadt Ludwigsburg eingespeist. Mit dieser Fernwärme wird unter anderem auch das Neubaugebiet Hartenecker Höhe versorgt. Durch Vorgaben beim Grundstücksverkauf und ein Förderprogramm haben die Gebäude dort einen sehr hohen energetischen Standard. Dies entspricht dem Grundsatz, für alle Neubaugebiete in Ludwigsburg ein Energiekonzept zu erstellen. Mit diesen Energiekonzepten wird in diesen Neubaugebieten ein hoher energetischen Gebäudestandard sowie die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Energieversorgung sichergestellt.

Umstieg Ökostrom

Das Gütesiegel OK-Power-Label wird nur vergeben, wenn durch ein Ökostromangebot ein zusätzlicher Umweltnutzen entsteht - etwa durch den Bau weiterer Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Seit 2013 bezieht die Stadt ausschließlich Ökostrom für die kommunalen Liegenschaften sowie für die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet. Alle städtischen Gebäude werden seither mit 100% Ökostrom versorgt. Ziel ist es ab 2016 neben Ökostrom auch 10% Biogas zu beziehen.

 


Weiterführende Informationen zu unseren umgesetzten und laufenden Projekten finden Sie hier 

MeinLB.de: Mit der Bürgerbeteiligungsplattform MeinLB.de können Bürgerinnen und Bürger jederzeit ihre eigenen Ideen und Projekte vorstellen, mit anderen in Kontakt treten, Mitstreiter für Projekte finden und Unterstützung von der Stadtverwaltung erhalten.

Teilkonzept Liegenschaften: Im integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept liegt ein bedeutender Schwerpunkt auf der Steigerung der Energieeffizienz städtischer Gebäude. Das Projekt „Teilkonzept Liegenschaften“ hat das Ziel Methoden und Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen Strom und Wärme in Schulen, Sporthallen, Kindergärten und Verwaltung eingespart werden können. In einer Grob- und Feinanalyse wurden 60 Gebäude begangen und analysiert und die Ergebnisse sind in den städtischen Sanierungsfahrplan eingeflossen.

Naturinformationszentrum Hungerberg „Casa Mellifera“: Bienen, Lößlehm, Wechselkröte, der Grünzug Ludwigsburger Neckar und die Eisspeichertechnik: Das sind einige der Themen des abwechslungsreichen Bildungsangebots für Jung und Alt, die sich direkt aus der Umgebung des Naturinfozentrums am Hungerberg erschließen.

Neckarbiotop Zugwiesen: Auf rund 17 Hektar Fläche ist eine Auenlandschaft mit vielfältigen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere geschaffen worden. Das Projekt „Zugwiesen“ ist mit anderen ökologischen Projekten zwischen den Staustufen in Remseck und Marbach vernetzt wodurch, ein zusammenhängendes Ökosystem entsteht, in dem sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickeln können.

Klimaneutrale Kommune: Mit dem Wettbewerb Klimaneutrale Kommune stößt das Land Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz an. Ziel ist es, den Strom- und Wärmebedarf sowie den Energiebedarf für Mobilität langfristig deutlich zu reduzieren oder sogar CO2-neutral bereitstellen zu können.

Barockes Innenstadtquartier: Die Stadt Ludwigsburg hat als Barockstadt einen hohen Bestand an denkmalgeschützten Gebäuden. Bei diesen Gebäuden stellt eine denkmalgerechte energetische Sanierung und regenerative Energieversorgung eine besondere Herausforderung dar. Im Rahmen des Projekts erfolgte die Erstellung eines nachhaltigen, energetischen Quartierskonzepts für das barocke Innenstadtquartier der Stadt Ludwigsburg.

Eneff Stadt: Im Projekt EnEff:Stadt Ludwigsburg entwickelt die Hochschule für Technik zusammen mit der Stadtverwaltung Ludwigsburg und den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim ein integriertes Energie-Quartierskonzept für das Neubaugebiet Sonnenberg und die Nachkriegssiedlung Grünbühl. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives Nahwärmekonzept sowie beispielhafte Projekte der energetischen Gebäudesanierung und des energetischen Neubaustandards umzusetzen.

Das „Grüne Zimmer“: Auf dem Platz hinter dem Kulturzentrum ist Bestandteil des EU-Forschungsprojekts „TURAS“. Dabei geht es um die Frage, wie Städte und Regionen mit Blick auf den Klimawandel zukunftsfähig gemacht werden können. Zum Einsatz kommen vertikale Begrünungselemente. Sie dienen einerseits als grüne Gestaltungselemente und fördern andererseits die Aufenthaltsqualität, da sie Schatten spenden und für Abkühlung sorgen.

EU-Förderprojekte

https://www.european-energy-award.de/Livinggreen: Im Rahmen des Projekts wurde in Ludwigsburg die denkmalgeschützte Sporthalle auf dem Baugebiet der Hartenecker Höhe nach dem "Haus-im-Haus-Prinzip" saniert. Als weiterer Baustein des Projekts wurde in Ludwigsburg zur Wissensvermittlung von Energieeinsparmöglichkeiten, Nutzung regenerativer Energiequellen und nachhaltiges Sanieren und Bauen das Wissenszentrum Energie gefördert und der Aufbau des regionalen Clusters Energetikom –Zentrum für Energiekompetenz und Ökodesign e.V.  inhaltlich begleitet.

CEC5: Ziel von CEC5 ist es, die Bereitschaft für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen zu stärken und die Nutzung erneuerbaren Energien zu fördern. Durch gezielte Maßnahmen auf kommunaler Ebene will CEC5 mit gutem Beispiel voran gehen um neben lokalen und regionalen öffentlichen auch private Entscheidungsträger zur nachhaltigen Bauweise motivieren. Das Projekt CEC5 wird durch das Förderprogramm INTERREG IVB Mitteleuropa gefördert.

MUSIC: In Ludwigsburg wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Energieeffizienz im Mehrgenerationenhaus Grünbühl-Sonnenberg gefördert. Ferner wurden mit Unterstützung eines Instituts der Universität Rotterdam in allen beteiligten Städten Bürgerbeteiligungsprozesse zu Energiefragen durchgeführt. In Ludwigsburg lief der Bürgerbeteiligungsprozess zum Thema "Wie schaffen wir gemeinsam die Energiewende vor Ort?". In Zusammenarbeit mit Experten des Luxemburger Instituts Tudor  wurden zudem GIS-basierte „Energiestadtpläne“ erstellt.

EnSure: Aufbauend auf dem  integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept wurde innerhalb des Projekts  EnSURE mit Hilfe einer eigens erarbeiteten Energiestrategie für ein typisches Nachkriegsviertel in Ludwigsburg ein Konzept zur energetischen Sanierung entwickelt – Energie-Quartierskonzept Oststadt. Dieses Konzept beinhaltet Szenarien zur Sanierung und Modernisierung, eine Nachverdichtungsstudie, neue Konzepte für die Energieversorgung sowie Umsetzungsstrategien.

EnergyCity: Hauptziel des EU-Projekts EnergyCity ist die Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im Gebäudebereich. Im Modellgebiet der Weststadt konnten für 190 Gebäude Energiebilanzen und Einsparpotentiale ermittelt werden. Für Eigentümer, die im Rahmen des Projekts kooperierten bestand die Möglichkeit zu einer kostenlosen Energieberatung.

Nachhaltige Mobilität

Ludwigsburg Bike: Statt mit dem Auto oder Bus geht es jetzt auch anders durch die Stadt – und das ganz schön flott: „Ludwigsburg Bike“ heißen die sieben Dienst-Pedelecs der Verwaltung. Die Fahrräder mit Elektromotor sind nicht nur praktisch, sondern auch umweltfreundlich in der Fortbewegung auf kurzen Strecken, zum Beispiel durch die Innenstadt. Außerdem können diese an der städtischen Radstation ausgeliehen werden.

Ludwigsburg Intermodal: Ziel des Projekts ist es, den Pendlern das Wechseln zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern zu erleichtern, dabei die Wartezeit zu überbrücken und zusätzliche Wege für alltägliche Besorgungen einzusparen. Dies soll den Bahnhof attraktiver für die Bürger machen und helfen, ihn zum intermodalen Knotenpunkt zu entwickeln.

Netz-E-2ER: Die Grundidee des Projekts Netz-E-2ER besteht darin, eine nachhaltige und individuelle Anschlussmobilität als Ergänzung oder Lückenschluss zu den bestehenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu schaffen.

Urbaner logistischer Wirtschaftsverkehr: Ziel des Projekts Urbaner logistischer Wirtschaftsverkehr innerhalb des Schaufensters Elektromobilität Baden-Württemberg ist die Durchführung eines praxisnahen Feldversuchs, bei dem der Einsatz elektrischer Transporter im innerstädtischen Lieferverkehr im Rahmen unterschiedlicher Logistikstrukturen umfassend untersucht und evaluiert wird.

C-Liege: Um das Ziel zu erreichen, die energetischen und ökologischen Auswirkungen des Güterverkehrs zu reduzieren, fördert C-LIEGE sauberen und energieeffizienten Güterverkehr in städtischen Gebieten.

  • Klimastrategie: Das Themenfeld Energie ist ein wichtiger Bereich des Stadtentwicklungskonzepts der Stadt Ludwigsburg. Im Rahmen der Zukunftskonferenz 2015 fand eine Überprüfung und Anpassung der strategischen und operativen Ziele statt.
  • Fortschreibung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (Gesamtenergiekonzept). Neben der Erhebung der CO2-Bilanz werden die Maßnahmen überprüft und angepasst.
  • Standards für Bau und Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude: Entwicklung von Energieleitlinien (Gebäudehülle und Anlagentechnik) für Planungen von Neubauten und Sanierungen; Umsetzung einer energieoptimierten Betriebsführung.
  • Produktpalette und Serviceangebot: Contractingprogramm zum Austausch von Heizungsumwälzpumpen
  • Kommunale Fahrzeuge: Effizienter Umbau des städtischen Fuhrparks
  • Qualität des ÖPNV-Angebots: Einführung und kontinuierlicher Ausbau der dynamischen Fahrgastinformation an Bushaltestellen
  • Kombinierte Mobilität: Ausbau des Bahnhofs als intermodale Drehscheibe
  • Beschaffungswesen: Erarbeitung einer Beschaffungsrichtlinie
  • Konzept für Kommunikation und Kooperation: Ausweitung der Kommunikationsmaßnahmen/Öffentlichkeitsarbeit
  • Lokale, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung: Gewerbegebiet der Zukunft – Weiterentwicklung Gewerbegebiet Weststadt zum nachhaltigen Gewerbegebiet im Bestand

Aktuell

    Externes Re-Gold-Audit 2018
    Externes Gold-Audit 2014

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