Sigmaringen

Gold-zertifizierte Stadt / Gemeinde Gold-zertifizierte Stadt / Gemeinde


„Eingebettet in die beeindruckende Natur des Donautals ist es uns auch als kleinere Kommune wichtig, in Sachen Klimaschutz als Vorbild voranzugehen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken. Entscheidend für unseren Erfolg sind dabei starke Initiatoren, die hier vor Ort neue Impulse setzen.“

Bürgermeister Dr. Marcus Ehm

Daten & Fakten

Sigmaringen im eea

Kontakt


Der Gemeinderat der Stadt Sigmaringen hat im November 2007 der Teilnahme am European Energy Award zugestimmt. Dieses Programm ermöglicht, die Qualität der Leistungen in den kommunalen energierelevanten Handlungsfeldern systematisch zu erfassen, zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu identifizieren und zu nutzen. Ziel ist es, durch den effizienten Umgang mit Energie einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiepolitik und somit zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten.

Die Stadt Sigmaringen mit ihren rd. 16.400 Einwohnern liegt in einer der schönsten Regionen Baden-Württembergs. Die Landschaft ist abwechslungsreich und einzigartig. Die Stadt Sigmaringen bildet sozusagen den Eingang ins Obere Donautal, die Donau fließt durch die Stadt. Hoch über ihr thront das Schloss. Ein Zeitzeuge unserer Geschichte und zugleich lebendiger Mittelpunkt Sigmaringens.

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Um diese Einzigartigkeit zu bewahren hat sich die Stadt Sigmaringen ein nachhaltiges energetisches Leitbild erstellt. Dieses Leitbild unterliegt einer ständigen Selbstkontrolle und wird bei Bedarf ergänzt.

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Prioritäten der Energiepolitik:

  1. Die Stadt Sigmaringen verhält sich energetisch vorbildlich und animiert die Öffentlichkeit durch aktive Kommunikation, sich diesem Vorbild anzuschließen.
  2. Die Stadt Sigmaringen wird ihren CO? Ausstoß nachhaltig senken und setzt sich deshalb zum Ziel, den CO? Ausstoß bis 2020 um bis zu 50 % auf der Basis des Jahres 1995 zu reduzieren. Die Reduzierung erstreckt sich auf alle Sektoren der Stadt (Haushalte, Öffentliche Einrichtungen, Gewerbe, Verkehr, Industrie). Handlungsanweisungen unterstützen die Beteiligten, dieses hohe Ziel zu erreichen bzw. zu übertreffen.
  3. Bei Neu- bzw. Ersatzanschaffungen ist der Energieverbrauch wichtiges Kriterium.
  4. Steigerung der Erzeugung regenerativer Energien an bzw. auf städtischen Gebäuden und Privatgebäuden durch Nutzung der zur Verfügung stehenden Flächen (z.B. Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern).
  5. Die Stadt Sigmaringen wendet für Ihre Gebäude das Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Baden-Württemberg (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) bei Sanierungen und Neubauten sinngemäß an.
  6. Zum nachhaltigen Schutz unseres Lebensraums wird die Flächenversiegelung auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert.
  7. Bei der Entwicklung von Bauflächen ist nach Möglichkeit auf einen schonenden Umgang mit der Natur und der Umwelt zu achten. So hat z.B. nach Möglichkeit die Reaktivierung von Brachflächen sowie die Nachverdichtung im Innenbereich Vorrang gegenüber der Inanspruchnahme von unbebauten Grundstücken im Außenbereich.
  8. In der ländlichen Struktur wird der Individualverkehr immer eine bedeutende Rolle spielen. Durch eine moderne Verkehrsleitplanung sollen die motorisierten Verkehrsströme zum einen reduziert und zum anderen gleichzeitig flüssiger gestaltet werden. Zum motorisierten Individualverkehr bildet der ÖPNV sowie großzügige Rad- und Fußgängerwege eine wertvolle und zu fördernde Alternative.

Beschlossen durch den Gemeinderat der Stadt Sigmaringen am 29. September 2010.

  • Stadtwerke Sigmaringen:
    Unternehmensphilosophie „Ökologie und Ökonomie“
    • seit 2000 Energieberatung
    • Umweltfreundliche Energieerzeugung
      • 1996 und 1998: Bau von 2 Wasserkraftanlagen an der Donau
      • seit 1998 Energierückgewinnungsanlage Wasserhochbehälter
      • seit 2003: Errichtung von 6 Blockheizkraftwerken
      • 2001 und 2005: Installation von 2 Photovoltaikanlagen
      • 1996 und 2008: thermische Solaranlagen Freibad
    • seit 2005 Wärme aus Biomasse
    • Mobilität
      • seit 1992 Stadtbus (Umstellung auf Erdgasbusse läuft)
      • seit 2007 Erdgastankstelle
    • Förderprogramme
      • seit 1996 Erdgasumstellung
      • seit 2000 Einbau Wärmeschutzverglasung
      • seit 2000 Anschaffung energiesparender Geräte
      • seit 2006 Thermische Solaranlagen
      • seit 2005 Strommix (Anteil regenerativ)
    • 2010 Thermographieaktion
    • 2010 Offshore-Windbeteiligung
  • seit 2000: Kommunales Energiemanagement
  • seit 2000: Regelmäßige Erstellung Umwelt- und Energiebericht
  • von 2002 bis 2003: Teilnahme Ökoprofit
  • von 2008 bis 2009: Teilnahme Vergleichsring KGSt
  • Auszeichnung Klimaschutzkommune 2006 der Deutschen Umwelthilfe
  • Seit 2008: Teilnahme am European Energy Award®
  • 2009: Zertifizierung mit dem eea

  • Erstellen eines Leitbildes
  • Erstellen einer Energie- und CO?-Bilanz (alle 5 Jahre)
  • Untersuchung Nahwärmecluster (anlassbezogen durch externes Ingenieurbüro)
  • Beschaffung von Erdgasbussen für den Stadtbusverkehr
  • Erstellen eines Aktivitätenprogramms aus der mittelfristigen Finanzplanung
  • Prüfung Einsatz erneuerbaren Energien, Brennwerttechnik und Kraftwärmekopplung grundsätzlich bei Bestand und Neubauten
  • Checkliste über energieeffizientes Bauen
  • Energietechnische Bestandsaufnahme aller relevanten kommunalen Bauten
  • Sanierungskonzept: Konkretisierung der vorhandenen Aufstellung
  • Jährliche Hausmeisterschulungen
  • Energieeffizienz Wärme: Steigerung der Zielerreichung um jährlich 2% (Ziel: 46%)
  • Energieeffizienz Elektrizität: Steigerung der Zielerreichung um jährlich 1% (Ziel 30%)
  • Spannungsoptimierung bei der Straßenbeleuchtung, LED
  • Produktpalette der Stadtwerke: Angebote Contracting, Biogas
  • Einsatz BHKW´s im Stadtgebiet
  • Fahrzeuge der Verwaltung: Verbrauchserfassung, Auswertung und Kontrolle gegenüber Vorjahr, Sprit-Spar-Kurs
  • Ausbau der Radwege an der Donau mit Beleuchtung
  • Konzept „Sanfter Tourismus“ (Radwegenetz, Beschilderung)
  • Beschaffung von Erdgasbussen für den Stadtbusverkehr
  • Dienstanweisungen für Hausmeister
  • Jährliches internes Audit
  • Vorstellung Umwelt- und Energiebericht alle 2 Jahre im Gemeinderat
  • Durchführung Jahresplanung bzw. Aktualisierung Aktivitätenprogramm
  • Erstellen von Einkaufsrichtlinien
  • Übertragbare Bahnkarte für Dienstreisen und -wege
  • Aufnahme eea in Internetpräsentation
  • Vorträge für Verbraucher
  • Darstellung eea auf Homepage, Briefbögen und Stadteingang
  • Kampagne „Stand by in Schulen“

Aktuell

    Externes Audit Gold 2020
    Externes Re-Audit 2016
    Externes Re-Audit 2012
    Externes Audit 2009

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