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eea-Newsletter Dezember 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

alle Jahre wieder…

…nein, soweit sind wir noch nicht - es geht noch nicht um Weihnachten und um das Kind, das Heil und Frieden in die Welt bringt.
Heute geht es auch nur indirekt um den diesjährigen internationalen Klimaschutzgipfel in Polen, bei dem ein verlässlicher Rahmen für den globalen Klimaschutz geschaffen werden soll, damit wir den nächsten Generationen eine möglichst heile, lebenswerte Welt hinterlassen.

Heute geht es um das, was Städte, Gemeinden und Landkreise selbst im Klimaschutz getan haben, derzeit tun oder tun können. Und welche Rolle der eea hierbei spielt. Lesen Sie mehr dazu im aktuellen eea-Newsletter 03/2018 mit den folgenden Inhalten:

- Neue eea-Kommunen
- Auszeichnungsveranstaltungen im Herbst 2018
- Vorbildlicher Klimaschutz auf europäischer Ebene gekürt
- Jetzt Förderung für Kommunale Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zur Klimafolgenanpassung in Nordrhein-Westfalen
- Klima-log – Neue gute Beispiele von Kommunen für Kommunen
- Neue Materialien im Themen- und Servicenavigator
- Aktuelles aus den internationalen eea-Projekten der Bundesgeschäftsstelle (B.&S.U. mbH)
- NKI: Neue Bundesförderungen mit Schwerpunkt Mobilität
- Termine

Falls Ihr E-Mail-Server Sie über die Überschriften nicht zu den Artikeln unten im Text verlinkt, haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter komfortabel über die Online-Version zu lesen.


Seit Oktober 2018 haben wir folgende neue Kommunen beim eea begrüßt:

Das Amt Hohe Elbgeest in Schleswig-Holstein
und Spandau als ersten Berliner Bezirk.

Herzlich willkommen im eea-Netzwerk!




Im Herbst 2018 wurden in den vier Bundesländern Sachsen-Anhalt, Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen die eea-Auszeichnungen an Kommunen verliehen, die sich überdurchschnittlich im Klimaschutz engagieren und hierfür im Jahr 2018 erfolgreich mit dem eea zertifiziert wurden.

  • Im Rahmen eines bunten städtischen Aktionstags zum Klimaschutz wurde Wernigerode am 20.09.2018 mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde von Gesa Kupferschmidt, der Abteilungsleiterin Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt überreicht.
  • Am 23.10.2018 wurden neun bayerische Kommunen in Wilpoldsried ausgezeichnet. Hierbei bemerkte der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Marcel Huber anerkenned mit Blick auf die vorwiegend kleinen, auszuzeichnenden Städten und Gemeinden: "Kleine Kommunen zeigen der großen Welt wie’s geht.
  • Bei der 11. Jahrestagung „Kommunaler Energie-Dialog Sachsen" der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH wurden am 19.11.2018 vier sächsische Städte ausgezeichnet, darunter mit einer Erstzertifizierung die neue sächsische eea-Kommune Glashütte und mit der vierten Zertifizierung die sehr erfahrene eea-Kommune Oederan.
  • Die diesjährige Auszeichnungsreihe beschloss das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit der Auszeichnung von 21 Kommunen am 21.11.2018 im barocken Adelspalais Erbdrostenhof in Münster.

Lesen Sie mehr zu den Auszeichnungsveranstaltungen und zu den ausgezeichneten Kommunen in den eea-News.

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Am 6. November wurden die Spitzenkandidaten des European Energy Awards in die nieder-österreichische Kaiserstadt Baden eingeladen, um die Auszeichnung für langjähriges und konsequentes Engagement im Klimaschutz entgegenzunehmen. Die insgesamt 54 europäischen Städte und Gemeinden, die den eea-Goldstatus erreicht haben, sind Vorreiter der Energiewende und leisten einen wichtigen Beitrag zum lokalen Klimaschutz. Überreicht wurden die European Energy Awards von Elisabeth Köstinger, der Umweltministerin des Gastgeberlandes Österreich.

Rekordergebnis für Wildpoldsried

Mit einem historischen Ergebnis von 93,2% der im Prozess zu erreichenden Punkte beeindruckte die bayerische Gemeinde Wildpoldsried unter den internationalen Gold-Kommunen. Mit nur 2500 Einwohnern zeigt Wildpoldsried, dass lokaler Klimaschutz in jeder Dimension möglich ist. So legt Wildpoldsried einen sehr starken Fokus auf erneuerbare Energien, mit denen sowohl Strom als auch ein signifikanter Anteil der Wärmegewinnung für Bürger, Gewerbe und Verwaltung erzeugt werden. Um als gutes Beispiel den Wissenstransfer zu ermöglichen, beteiligt sich die Gemeinde regelmäßig an internationalen Forschungsprojekten und lädt jährlich bis zu 100 Besuchergruppen ein, um einen Einblick in die vorbildliche Klimaschutzpraxis zu gewähren.

Die Bundesgeschäftsstelle gratuliert allen Vorreiterkommunen und wünscht auch für die Zukunft erfolgreiches Engagement im Klimaschutz.

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Seit Oktober 2018 können Kommunen in Nordrhein-Westfalen Zuwendungen zur Durchführung eines kommunalen Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahrens zur Klimafolgenanpassung erhalten. Die Zuwendung erfolgt über Zuschüsse in Höhe von 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einem Förderhöchstbetrag von insgesamt 55.400 € in vier Jahren.Über diese Zuwendung kann jetzt in Nordrhein-Westfalen die Teilnahme  am European Climate Adaptation Award (eca) in Städten und Gemeinden gefördert werden.
Die Richtlinie können Sie unter folgendem Link abrufen:
https://recht.nrw.de   

Die Antragstelle ist der Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit (PT ETN), der demnächst in seinem Formularschrank die Antragsunterlagen zur Verfügung stellt


Nähere Informationen zum eca, wie z.B. zu den Programmbeiträgen und den Empfehlungen der Bundesgeschäftsstelle über die Gestaltung der Beratungsleistungen sowie die aktuelle Liste der zertifizierten eca-Beratenden, finden Sie auf der eca-Website.

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Klima-log – Neue gute Praxis-Beispiele von Kommunen für Kommunen

eea-Maßnahmenbereich 4
Mobil mit Bürgerbussen in Kevelaer

In Kevelaer (29.000 Einwohner) gibt es seit Jahren Bürgerbusse, die mehrere Ortschaften mit der Stadt Kevelaer verbinden. Der Bürgerbus wird von ehrenamtlich tätigen Personen gefahren, die nach einem abgestimmten Dienstplan ungefähr zwei- bis viermal im Monat eingesetzt werden. Das Angebot beschränkt sich auf Einsatzgebiete und auf Bereiche und Zeiten, in denen ein Busverkehr nach den üblichen Maßstäben wirtschaftlich nicht tragfähig wäre. So ergänzt der Bürgerbus das Angebot des konventionellen Verkehrs ohne diesem Konkurrenz zu machen.

Lesen Sie mehr dazu bei Klima-log.

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  Zu Maßnahme 1.2.1 Kommunale Energieplanung
  STADTQUARTIER 2050 – Klimaneutrale Stadtviertel sozialverträglich gestalten

Wie lässt sich unter Berücksichtigung einer sozialverträglichen Mietpreisentwicklung bis zum Jahr 2050 eine nahezu klimaneutrale Energieversorgung in städtischen Quartieren realisieren?
Dieser Frage gehen die Städte Stuttgart und Überlingen gemeinsam
bei der zukunftsgerechten Neugestaltung zweier Stadtviertel nach. Durch Sanierung, Teilabriss und Neubebauung entstehen über 960 neue Wohneinheiten, die sich wie das gesamte Viertel energetisch klimaneutral verhalten. Dabei werden bei der Umsetzung neben den technischen Möglichkeiten zur Energieoptimierung auch gesellschaftspolitische Bedürfnisse berücksichtigt.


  Zu Maßnahme 4.2.1 Parkraumbewirtschaftung
  Umparken – den öffentlichen Raum gerechter verteilen

In vielen Städten ist das Parken eines der brennendsten Themen der Verkehrspolitik. Autos werden durchschnittlich nur eine Stunde pro Tag bewegt, manche Fahrzeuge stehen sogar wochenlang ungenutzt herum.
Um die legitimen Ansprüche aller zu berücksichtigen, ist eine gerechte und effektive Verteilung der vorhandenen Fläche notwendig. Parkraummanagement lässt den Parkdruck sinken, nützt der lokalen Wirtschaft, reduziert das Unfallrisiko im Straßenverkehr und macht öffentliche Räume wieder frei für Menschen, die zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Diese anschaulich gestaltete Broschüre der Agora Verkehrswende liefert überzeugende Zahlen und Fakten zum Parkraummanagement.

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Im letzten eea-Newsletter haben wir Ihnen die drei EU-Projekte IMPLEMENT, Compete4Secap und CoME EASY vorgestellt, über die die Bundesgeschäftsstelle dabei mitwirkt, den eea in weiteren europäischen Ländern bekannt zu machen, einzuführen und zu vernetzen. Hintergrundinformationen zu den Projekten finden Sie in den eea-News.

Was gibt es Neues in den drei Projekten?


IMPLEMENT:

Mitte November haben sich die Projektpartner in Zagreb getroffen und eine Schulung zum eea-Prozess absolviert. Im Fokus des „Trainings“ standen der Umgang mit dem eea-Maßnahmenkatalog und die Erstellung des Energiepolitischen Arbeitsprogramms. In den Pilotländern werden derweil Beiratssitzungen durchgeführt, in denen interessierte Akteure der entsprechenden Regionen die Einführung des eea-Programms begleiten und fachlich unterstützen. Weitere Informationen unter:
https://www.european-energy-award.org/eu-project-implement/

Als deutsche Kommunen beteiligen sich die Städte  Hohen Neuendorf, Stralsund, Greifswald und das Amt Hohe Elbgeest am Europäischen Austausch im Projekt. Bis Ende dieses Jahres werden die Kommunen entsprechende Strukturen in der Verwaltung schaffen, um zu Beginn des neuen Jahres mit der Energieteamgründung und der Ist-Analyse in den eea-Prozess einzusteigen.

Weitere Informationen zum Projekt: www.compete4secap.eu



Im Rahmen des Projektes wurden Interviews mit Kommunen geführt, die sich bereits seit Jahren aktiv im Klimaschutz engagieren. Die Expertinnen und Experten aus den Kommunen haben dabei Ihre Erfahrungen mit entsprechenden Programmen und Politiken geteilt, die derzeit ausgewertet werden. Die Ergebnisse der Interviews werden einen entscheidenden Beitrag zur Harmonisierung der bestehenden Klimaschutzinitiativen leisten.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.european-energy-award.org/eu-project-come-easy/

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Neue Bundesförderungen mit Schwerpunkt Mobilität

Im Herbst 2018 wurden neue Fördermöglichkeiten über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) veröffentlicht.
Besonders hinweisen möchten wir heute – im Blick auf den derzeitigen eea-Themenschwerpunkt Mobilität – auf die folgenden Fördermöglichkeiten:

Über die neue Kommunalrichtlinie zur NKI, die ab 01.01.2019 gültig wird, können über den investiven Förderschwerpunkt „nachhaltige Mobilität“ Zuschüsse von 30-40% (finanzschwache Kommunen: 40-60%) gewährt werden. Die Antragsfenster sind vom 01.01. bis 31.03.2019 und vom 01.07. bis 30.09.2019 geöffnet. Neu sind hierbei Förderungen für

  • den Bau neuer Wege für den Radverkehr,
  • die Errichtung und Einrichtung von diebstahl- und witterungsgeschützten Fahrradparkhäusern,
  • technische Maßnahmen zur Einführung von „grünen Wellen“ für den Rad- und Fußverkehr,
  • die Anschaffung und Nutzung smarter Verkehrsdaten zur intelligenten Verkehrssteuerung.

Über das Projekt „Bike&Ride“ fördert das BMU ab 01.01.2019 im Rahmen der Kommunalrichtlinie den Auf- und Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen mit 40% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, die Deutsche Bahn unterstützt zusätzlich bei der Suche des geeigneten Standorts, bei Planung, Montage und nach Möglichkeit durch die unentgeltliche Bereitstellung von Flächen.

Mit dem Wettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ können ab August 2019 Projekte mit Vorbildcharakter durch nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von bis zu 65% (finanzschwache Kommunen: bis zu 90%) der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben gefördert werden,

  • die einen klaren und nachvollziehbaren Beitrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen leisten,
  • bei denen eine erstmalige Anwendung und pilothafte Umsetzung integriert geplanter Maßnahmen stattfindet
  • und die sich durch eine hohe Fördermittel- und Kosteneffizienz auszeichnen.

Der Wettbewerb beinhaltet ein 2-stufiges Verfahren: Projektskizzen können vom 01.08. bis 31.10.2019 eingereicht werden, anschließend werden die Kommunen, deren Projektskizzen im Wettbewerb ausgewählt wurden, zur Antragsstellung aufgefordert.

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Termine

10.01.-01.02.2019Schulung zur eea-Beraterin / zum eea-Berater in Berlin

24.01.2019

eea-Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Oldenburg in Oldenburg
08.02.2019eca-Schulung für eea-Beratende in Berlin
18.02.2019eea-Auszeichnungsveranstaltung in Baden-Württemberg, Tübingen
26.02.201912. Konferenz "Kommunen aktiv für den Klimaschutz“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Bonn. Die Bundesgeschäftsstelle wird an einem Stand über den eea und den eca informieren. Kommen Sie gerne auf uns zu!
06.03.-08.03.2019Schulung zur eca-Beraterin / zum eca-Berater in Berlin

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